Um in Deutschland studieren zu können, muss der Bewerber eine Hochschulzugangsberechtigung besitzen, die auch für das jeweilige Heimatland Gültigkeit besitzt. Diese wird durch das Akademische Auslandsamt überprüft. Des Weiteren müssen japanische Studenten ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache nachweisen. Anerkannte Prüfungen sind zum Beispiel die deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerber, kurz DSH genannt, die TestDaF-Prüfung, das Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz Stufe II, das große oder kleine Sprachdiplom oder die zentrale Oberstufenprüfung des Goethe-Instituts. Unter Umständen kann auch eine Eignungsprüfung gefordert sein. An manchen deutschen Universitäten sind auch Auswahlverfahren üblich.
Ausländer, die länger als drei Monate in Deutschland bleiben möchten, benötigen hierfür neben einem gültigen Pass auch ein Visum. Für Studenten aus Japan gelten diesbezüglich jedoch Sonderregelungen, so dass auch bei einem längeren Studienaufenthalt kein Visum benötigt wird. Der Aufenthaltstitel kann nach der visumfrei erfolgten Einreise angefordert werden. Allerdings muss der Studierende glaubhaft versichern, dass er finanziell in der Lage ist, während eines Studiums in Deutschland für seinen Unterhalt selbst sorgen zu können. Diesbezüglich wird ein Finanzierungsnachweis verlangt. So muss bestätigt werden, dass dem ausländischen Studenten im ersten Studienjahr mindestens 643,- € im Monat zur Verfügung stehen. Auf das Jahr gerechnet sind das insgesamt 7716,- €. Als Finanzierungsnachweis kann unter anderem eine beglaubigte Erklärung der Eltern oder eines anderen nahestehenden Verwandten dienen, die Konto-, bzw. die Gehaltsauszüge der vergangenen drei bis vier Monate, die Bestätigung einer Bürgschaft, indem sich eine in Deutschland lebende Person bei der Ausländerbehörde dazu verpflichtet, den Lebensunterhalt für den Studenten zu bestreiten, der Nachweis für ein Stipendium oder ein deutsches Sperrkonto, von dem pro Monat lediglich höchstens 643,- € abgehoben werden dürfen und das stets einen Restbetrag von 1500,- € aufweist. Des Weiteren unterliegen in Deutschland sämtliche Studierenden der Krankenversicherungspflicht. Auch ausländische Gaststudenten müssen bei der Immatrikulation an der jeweiligen Universität oder an der Fachhochschule einen Nachweis für den Krankenversicherungsschutz vorlegen. Die Studenten, die unter 30 Jahre alt sind, sich bzw. noch im 14. Fachsemester befinden, können frei wählen, ob sie sich in einer privaten Krankenkasse oder in einer gesetzlichen versichern lassen. Hat sich der ausländische Student für eine private Krankenkasse entschieden, so darf während des Studiums nicht mehr in die gesetzliche Krankenversicherung gewechselt werden. Der Studierende ist des Weiteren in seiner Entscheidung frei, welche Krankenversicherung er bevorzugt. Dabei ist zu beachten, dass unter Umständen auch eine bereits im Heimatland abgeschlossene Krankenversicherung auch in Deutschland gültig sein kann. Die gesetzliche Krankenkasse wird für Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr, bzw. für alljene, die das 14. Fachsemester noch nicht abgeschlossen haben, zu einem verbilligten Tarif angeboten. Ausländer, die zur Studienvorbereitung einen Sprachkurs besuchen, haben hingegen auf die deutsche gesetzliche Krankenversicherung keinen Anspruch und müssen sich demnach privat versichern, wobei allerdings der günstigere Studententarif nicht genutzt werden kann.